Handball, DHB-Pokal, Frauen: VfL Waiblingen – TSV Bayer 04 Leverkusen 32:23
Mit einem erfrischenden Auftritt und dem klaren 32:23-Erfolg (18:10) über den Rekordmeister TSV Bayer 04 Leverkusen zogen die TIGERS vom VfL Waiblingen souverän in die 2. Runde um den DHB-Pokal ein. Nach zunächst ausgeglichener Anfangsphase (8:8) stellte das Team des neuen Waiblinger Trainers Michael Stettner eine sattelfeste Abwehr mit einer starken Sarah Nørregaard Thomsen im TIGERS-Tor. Die mit elf Neuzugängen angetretenen Gäste aus Leverkusen fanden ab der 12. Minute kaum noch Lösungen gegen die Waiblinger Defensive. Im eigenen Angriff spielten die TIGERS zwingender und konnten oft nur auf Kosten von Strafwürfen und Zwei-Minuten-Strafen gestoppt werden. Hier bewies Belen Gettwart einmal mehr Nervenstärke und traf bei allen acht Versuchen vom Siebenmeterstrich ins Schwarze. Der Gästetrainer Michael Biegler legte nach fünf Waiblinger Treffern in Folge zum 12:8 bereits in der 20. Minute zum zweiten Mal die Time Out Karte. Jedoch ohne Erfolg: Bayer 04 biss sich weiterhin die Zähne an der Waiblinger Abwehr aus. Auch wenn im Handball Vieles möglich ist, war mit der 18:10-Halbzeitführung des VfL und dem bisherigen Auftritt beider Teams schon die Vorentscheidung gefallen.
Der Start in den zweiten Durchgang verlief beiderseits etwas schleppend. Doch auf die TIGERS-Defensive war weiterhin Verlass, Neuzugang Cosima Würdinger spielte in der Abwehr eine starke Partie. Der Rekordmeister aus Leverkusen schafft es nicht, nochmals bedrohlich heranzurücken. Beim VfL konnte Michael Stettner nun auch den beiden Neuzugängen auf den Außenpositionen, Romy Allgaier (links) und Amélie Herzog (rechts), ihre Einsatzzeiten geben. Beide nutzten ihre Möglichkeiten und erzielten ihre ersten Pflichtspieltreffer für den VfL. Die TIGERS bauten ihre Führung noch leicht auf bis zu zehn Tore aus und blieben am Ende trotz der treffsicheren Dana Gruner (9/6 Tore) auf Leverkusener Seite klarer 32:23-Sieger.
„Es ist zwar nur der DHB-Pokal“, gab der Leverkusener Trainer Michael Biegler nach dem Spiel zu Protokoll. „Doch so hatten wir uns den Auftritt natürlich nicht vorgestellt. Da müssen wir einiges ansprechen und es dann im Liga-Spiel nächsten Sonntag gegen Waiblingen besser machen.“
Entsprechend besser gelaunt war natürlich der TIGERS-Coach: „Man hat gespürt, dass alle Spielerinnen Bock hatten, sich reinzuwerfen und Fehler der anderen ausbügeln zu wollen“, so Michael Stettner. Er wolle jetzt nicht gleich alles in den Himmel loben, aber zufrieden war er natürlich mit dem ersten Pflichtspielauftritt. „Es ging auch darum, die Chance beim ersten Heimspiel dafür zu nutzen, unsere Zuschauer zu begeistern und künftig noch mehr in die Rundsporthalle zu locken.“ Das ist dem VfL auf jeden Fall gelungen. Mit Blick auf den nächsten Sonntag, an dem die TIGERS dann zum Auftakt in der 2. ALSCO Handball Bundesliga Frauen in Leverkusen antreten (Anpfiff 18:00 Uhr), warnt Stettner vor zu viel Euphorie. „Bayer wird aus dem heutigen Spiel sicherlich lernen und einiges umstellen. Zudem müssen wir dieses Mal die sechs Stunden Fahrt wegstecken.“
VfL Waiblingen: Sarah Nørregaard Thomsen, Laura Hoke; Romy Allgaier (1), Isabel Toth (4), Belen Gettwart (10/8), Isabel Kattner, Samira Brand (2), Annika Walz, Cosima Würdinger (2), Maxime Luber (5), Amélie Herzog (3/1), Laura Nagy (2), Maren Keil (3).
TSV Bayer 04 Leverkusen: Jana Theobald, Merle Muth, Nela Zuzic; Annika Ingenpaß (4), Dana Gruner (9/6), Veerle Heebing (1), Astrid Richartz, Lea Flohr (5), Sophia Cormann (3), Mia Cruzado, Andrea Voljinovic, Leah Kreiselman, Denise Mol, Luise Gruber (1), Hannah Wirth.
Bericht: Frank Moser