Spiel verloren

Tigers belohnen sich für starke Phasen nicht

VfL Waiblingen Herren 2 unterliegen der HSG Schönbuch mit 27:32

Die Herren 2 des VfL Waiblingen mussten sich der HSG Schönbuch nach einer über weite Strecken ausgeglichenen Partie mit 27:32 geschlagen geben. Trotz einer 16:15-Führung zur Halbzeit gelang es den Tigers nicht, sich für eine engagierte Leistung zu belohnen. Vor allem die Chancenverwertung entwickelte sich im zweiten Durchgang zum entscheidenden Faktor.

Personell gab es vor der Partie zunächst eine positive Nachricht. Mit Dominik Burgi, der während seines Heimaturlaubs vom Studium in München zur Verfügung stand, hatten die Tigers einen dritten Rückraumspieler im Kader. Dennoch blieb die personelle Situation angespannt. Da auch Sven aufgrund einer kleineren Verletzung zeitweise nicht ins Spiel eingreifen konnte, war das Trainerteam erneut zu Improvisationen gezwungen.

In der Anfangsphase fanden die Waiblinger zunächst nur schwer in die Partie. Schönbuch nutzte seine Möglichkeiten konsequenter und setzte sich über 7:6 auf 10:6 ab. Waiblingen musste in dieser Phase auf die Ausfälle im Rückraum reagieren und improvisieren. Rechtsaußen David wurde kurzerhand in den Rückraum beordert, zudem agierten die Tigers phasenweise mit zwei Kreisläufern.

Diese Umstellungen zeigten Wirkung. Gleichzeitig stabilisierte sich die Defensive zunehmend. Aus einem 6:10-Rückstand kämpfte sich Waiblingen über 11:14 wieder heran. Die Tigers fanden nun bessere Lösungen im Angriff und schafften es, die Begegnung noch vor der Pause komplett zu drehen. Mit einer 16:15-Führung ging es in die Kabine.

Auch im zweiten Durchgang blieb die Waiblinger Defensive über weite Strecken stabil, insbesondere dann, wenn der Rückzug rechtzeitig gelang und die Abwehr sich stellen konnte. Genau das wurde mit zunehmender Spieldauer jedoch schwieriger. Zu viele Angriffe endeten ohne Torerfolg, wodurch Schönbuch immer wieder die Möglichkeit bekam, das Tempo zu erhöhen und die noch ungeordnete Waiblinger Defensive unter Druck zu setzen.

Dabei fehlte es den Tigers keineswegs an Möglichkeiten. Waiblingen erspielte sich eine Vielzahl guter und teilweise völlig freier Torchancen, insbesondere über die Außenpositionen und am Kreis. Doch vor allem in der zweiten Halbzeit scheiterten die Tigers immer wieder am gegnerischen Torhüter. Der notwendige Ertrag aus den herausgespielten Möglichkeiten blieb aus.

Trotzdem hielt Waiblingen die Begegnung lange offen. Bis zur Mitte der zweiten Halbzeit konnte sich keine Mannschaft entscheidend absetzen. Erst mit fortschreitender Spielzeit kippte die Partie zunehmend zugunsten der Gäste.

Als der Rückstand größer wurde und die verbleibende Spielzeit abnahm, fehlte schließlich auch die notwendige Ruhe im Waiblinger Angriff. Zu den vergebenen freien Chancen kamen nun vermehrt unvorbereitete Abschlüsse hinzu. Schönbuch blieb in dieser Phase konsequenter und baute seinen Vorsprung bis zum Schlusspfiff auf fünf Treffer aus.

Mit 27:32 fiel das Ergebnis am Ende deutlicher aus, als es der lange offene Spielverlauf vermuten ließ. Für die Tigers bleibt die Erkenntnis, dass die Mannschaft trotz der weiterhin schwierigen Personalsituation und notwendiger taktischer Improvisationen über längere Phasen auf Augenhöhe agieren konnte. Die Umstellungen im Rückraum und das Spiel mit zwei Kreisläufern funktionierten, und auch defensiv zeigte sich Waiblingen verbessert.

VfL Waiblingen Handball: Nils Dedner (6), Mark Leinhos (6), Sven Beisser (5), David Volmer (4), Tobias Grüninger (2), Philipp Rauscher (2), Dominik Burgi (1), Marc Kallenberg (1), Marvin Bölstler, Theodor Goetz, Joel Mekonnen, Felix Strotbek, Jens Wolf

Bericht: Leinhos

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