Handball-Regionalliga Baden-Württemberg, Männer: VfL Waiblingen – SKV Unterensingen 27:27
Die TIGER Boys warten in der Regionalliga zwar weiterhin auf den ersten Heimsieg, erkämpften sich in einem intensiven Spiel mit dem 27:27 (13:12) gegen den SKV Unterensingen aber immerhin einen Zähler. Nach der zwischenzeitlichen 20:14-Führung mutet das Unentschieden auf den ersten Blick nach einem verlorenen Punkt an. Doch der Waiblinger Trainer Tim Baumgart betrachtet dies eher umgekehrt, da der VfL kurz vor dem Ende wieder ins Hintertreffen geraten war. „Auf jeden Fall hat sich die Mannschaft das Unentschieden durch seinen starken Einsatz verdient.“
Das Spiel war anfangs von den guten Torhüterleistungen auf beiden Seiten geprägt. Sowohl Dominik Wolf (VfL) als auch der Gästetorhüter Marvin Heinz zeichneten sich durch mehrere Paraden aus. Nach achteinhalb Minuten stand es daher gerade mal 1:2 aus Waiblinger Sicht. Wolf hielt auch in der Folgezeit stark, allerdings landeten die meisten von ihm abgewehrten Bälle wieder in den Händen der Gäste. Die konnten sich so bis zum Zwischenstand von 6:8 leicht absetzen. Was spielerisch nicht so lief, machten die TIGERS durch ihren kämpferischen Einsatz wieder wett. Der VfL blieb auf Tuchfühlung und verkraftete auch die Disqualifikation von Alexej Prasolov-Beer nach gut 25 Minuten. Tobias Maurer gelang vier Minuten vor dem Pausenpfiff mit dem Treffer zum 11:10 sogar die erste Waiblinger Führung der Partie überhaupt. Auch zur Halbzeit hatte der knappe Vorsprung noch Bestand (13:12).
Die TIGERS kehrten hellwach und mit deutlich mehr Schwung aus der Kabine zurück. Der aus der 2. Mannschaft aufgerückte David Volmer glänzte mit drei Treffern von der Rechtsaußenposition. Selbst ein verworfener Strafwurf konnte den Lauf des VfL nicht unterbrechen, nach etwas mehr als 39 Minuten führten die TIGERS mit 20:14. „Danach bekommen wir dann aber zu schnell wieder Gegentore“, analysierte der VfL-Trainer Baumgart später, warum der Vorsprung nicht zum ersten Heimsieg reichte. Allerdings kämpften die TIGERS auch etwas gegen die Verteilung der Strafen. Während der SKV bis zur 56. Minute nur eine Zeitstrafe und einen Siebenmeter gegen sich gepfiffen bekam, waren es gegen den VfL am Ende zwei Disqualifikationen (auch David Volmer erwischte es nach 44 Minuten), drei Zeitstrafen und sechs Strafwürfe. Der SKV witterte Morgenluft und holte Tor um Tor auf. Beim 25:25 war der Gleichstand erreicht, drei Minuten vor dem Ende führten die Gäste wieder (26:27). Mit einem Kraftakt gelang Martin Lübke der Ausgleich, und der VfL hatte nach der letzten Auszeit sogar noch 42 Sekunden Zeit für den Siegtreffer. Doch der letzte Wurf blieb in der Unterensinger Abwehr hängen, so dass sich die Teams mit einem insgesamt leistungsgerechten Remis trennten. Die TIGERS bleiben damit erst einmal am Tabellenende hängen und müssen darauf setzen, dass sie in den nun drei aufeinanderfolgenden Auswärtsspielen (Heiningen, Schmiden und Köndringen-Teningen) punkten.
VfL Waiblingen: Mekonnen, Hunter, Wolf; Rummel, Strotbek, Haase (2/1), Volmer (3), E. Prasolov (3), Schönemann (3), Burkert (1), Leukert (4), Lübke (4), Schmid (3), A. Prasolov-Beer (1), Maurer (3).
SKV Unterensingen: Deuschle, Heinz; Pracht (1), Werbitzky (3), Nusser (1), Reinold (1), Kenner, Hofer (2), Fuhrmann (2), Sommer (2), Mangold, Hiller, Münch (4), Keppeler (7/4), Brändle (4).
Frank Moser