Handball-Regionalliga, Männer: VfL Waiblingen – TuS Steißlingen 28:33
Die überragende Torhüterleistung von Joel Mekonnen reichte für die TIGER Boys in der Partie gegen den TuS Steißlingen nicht aus, um den ersten Heimsieg einzufahren. „Wir lassen im Angriff einfach zu viele einhundertprozentige Chancen liegen“, beschreibt der VfL-Trainer Tim Baumgart treffend den Hauptgrund für die 28:33-Niederlage (16:18).
Das Spiel begann mit einer Schweigeminute für den am vergangenen Dienstag tragisch verunglückten Männer-Vorstand und Hallensprecher der TIGERS, Frank Ader. Symbolisch legte Vorstandssprecher Rolf Klingler das Mikro an den Platz, an dem Chic – für alle noch immer unbegreiflich – nicht mehr bei den Heimspielen der TIGERS stehen wird.
Beide Teams starteten mit viel Schwung, aber auch einigen Fehlversuchen in die Partie, die bis zum 3:3 ausgeglichen verlief. Doch anschließend waren die körperlich überlegenen Gäste treffsicherer, vor allem der vierzehnfache Torschütze Florian Riegler hebelte die Waiblinger Defensive inklusive Torhüter immer wieder mit einfachen Toren aus dem Rückraum aus. Steißlingen zog auf 8:4 davon. Doch der VfL kämpfte, und als TIGERS-Trainer Tim Baumgart nach zwanzig Minuten mit Joel Mekonnen bereits den dritten Waiblinger Keeper einwechselte, fiel auch den Gästen das Torwerfen nicht mehr ganz so einfach. Zum Pausenpfiff (16:18) war der VfL wieder dran.
Auch der zweite Durchgang blieb für die TIGERS ein ständiges Hinterherrennen auf einen Rückstand zwischen zwei und vier Toren. Joel im Waiblinger Kasten hielt weiter überragend, doch seinen Vorderleuten im Angriff gelang es nicht, die sich immer wieder bietenden Chancen auf den Anschlusstreffer und den Ausgleich zu nutzen. „Wenn wir das einmal geschafft hätten, wäre das Spiel sehr wahrscheinlich auf unserer Seite gekippt“, trauerte der Waiblinger Trainer den vielen verpassten Möglichkeiten nach. So aber besiegelte spätestens der Treffer von Lennart Sieck zum 30:24 für die Gäste fünfeineinhalb Minuten vor dem Ende die Heimniederlage der TIGERS.
VfL Waiblingen: Mekonnen, Hunter, Wolf; Rummel (1), Strotbek, Haase (6/2), Schröder (3), Frank, E. Prasolov, Schönemann (1), Burkert, Leukert (6/3), Lübke (2), Schmid (6), A. Prasolov-Beer (2), Maurer (1).
Bericht: Frank Moser