2. Alsco Handball Bundesliga Frauen: VfL Waiblingen – HSG Freiburg 39:28
Mit einer geschlossenen Teamleistung und viel Angriffspower gelang unseren TIGER Girls am Samstagabend nach dem Auswärtssieg beim SV Todesfelde nun auch ein erfolgreicher Heimauftakt. Und wie! Gegen die Red Sparrows aus Freiburg brannten die TIGERS ein Offensivfeuerwerk ab und bezwangen die Breisgauerinnen deutlich mit 39:28 Toren (22:15). Auch die Abwehr inklusive der TIGERS-Torhüterin Sarah Nørregaard Thomsen stand wie eine Wand. Die Gäste rannten mit viel Einsatz zwar immer wieder gegen die Größenvorteile des VfL-Teams an, mussten die TIGERS aber nach noch ausgeglichener Anfangsviertelstunde davonziehen lassen. Die starke Leistung der TIGERS wurde vom Waiblinger Co-Trainer Tobias Gärttner ebenso kurz wie treffend beschrieben: „Stabil!“
Beide Teams starteten mit Volldampf in die Partie, nach weniger als 15 Minuten waren bereits siebzehn Treffer gefallen (9:8). Der VfL ließ sich auch durch die drei frühen Zeitstrafen gegen sich nicht aus dem Konzept bringen, spielte mit viel Druck auf die Gästeabwehr und leistete sich kaum technische Fehler oder Fehlwürfe. Da zudem Sarah Thomsen im Waiblinger Tor zwei Freiburger Strafwürfe und weitere gute Torchancen der Red Sparrows parierte, geriet Freiburg anschließend auf die Verliererstraße. Die erneut mit viel Übersicht lenkende Spielmacherin Samira Brand und die beiden wie schon letzte Woche von den Halbpositionen wieder mit viel Druck und hoher Torgefährlichkeit agierenden Celia Heinzer und Cosima Würdinger sorgten für die TIGERS-Treffer aus dem Rückraum. Aber auch die fein und überlegt herausgespielten Anspiele an den Kreis auf Kimberly Gisa (6 Tore) oder auf Isabel Kattner (3) führten zu vielen Torerfolgen.
Der VfL spielte aus einem Guss. Daran änderte sich auch nichts, als der TIGERS-Trainer Michael Stettner die ersten Auswechslungen vornahm. Denn sowohl Laura Nagy (6 Tore) im linken Rückraum, wie auch später Paula Hofer (3), Lara Eckhardt (2) und Gabriela Vrabie (3) fügten sich nahtlos in das vor Energie sprühende Waiblinger Team ein. Freiburg wehrte sich nach Kräften und wusste durchaus mit viel Einsatz zu gefallen. Doch die schwarzgekleidete Waiblinger Abwehrwand ließ nicht sehr viel durch, und im Umschaltspiel trugen die TIGERS ebenso schnell wie überlegt den Ball nach vorne. In nur zehn Minuten eilte der VfL vom 9:8-Zwischenstand zur 17:10-Führung davon. In den verbliebenen fünf Minuten bis zum Pausenpfiff fielen dann wieder beiderseits die Tore wie reife Früchte – fünf auf jeder Seite. Mit dem 22:15-Halbzeitstand hatten sich die TIGERS bereits einen ebenso verdienten wie komfortablen Vorsprung herausgeworfen.
Celia Heinzer legte nach dem Wiederbeginn per Doppelschlag gleich nach und erhöhte zum 24:15 für den VfL. Diesen Trefferabstand konnten die unverdrossen weiterkämpfenden Red Sparrows dann über einen längeren Zeitraum halten. Zum einen, weil die TIGERS nun doch ein paar Chancen liegen ließen, zum anderen, weil Freiburg mehrere sehenswerte Spielzüge über die Außenpositionen erfolgreich abschloss. Hier fiel vor allem der HSG-Neuzugang Sev Albrecht auf. Am Ende wurde die Schweizerin mit 8 Toren beste Torschützin der Gäste, ebenso wie ihre Landsfrau und frühere Teamkollegin bei den SPONO Eagles Nottwil, Celia Heinzer (7 Tore), auf Seiten der TIGERS. In der Schlussviertelstunde zog der VfL nochmals an. Gabriela Vrabie blieb es vorbehalten, zur erstmaligen Zehn-Tore-Führung für den VfL (31:21) einzunetzen. Auch die Rumänin, die erst kurz vor der Saison von der SG 09 Kirchhof nach Waiblingen wechselte, ist ein Gewinn für das Team.
In den letzten 30 Sekunden gelangen den TIGERS noch zwei weitere Treffer zum klaren 39:28-Erfolg, der aus Waiblinger Sicht eine schöne Momentaufnahme der Tabelle ergibt: Mit je zwei Siegen und dem exakt gleichen Torverhältnis von 71:54 Toren stehen mit den TIGERS und der SG Nürtingen-Zizishausen beide württembergischen Teams an der Tabellenspitze der 2. Alsco Handball Bundesliga Frauen. Für die TIGERS geht es nächsten Samstag zu den HL Buchholz 08-Rosengarten, die an diesem Wochenende mit einem klaren 31:24-Sieg vom Rostocker HC zurückkehrten. Keine leichte Aufgabe also für das TIGERS-Team am Nordrand der Lüneburger Heide.
VfL Waiblingen: Sarah Nørregaard Thomsen, Laura Hoke; Romy Allgaier, Paula Hofer (3), Isabel Kattner (3), Samira Brand (3), Kimberly Gisa (6), Hannah Hönig (3/1), Cosima Würdinger (2), Celia Heinzer (7), Laura Nagy (6), Alexandra Vrabie (3), Maren Keil (1), Lara Eckhardt (2).
HSG Freiburg: Salomé Kuß, Ina Rahner; Hanna Person (3), Nele Emmencker (2), Mira Faßbinder (4), Julia von Kampen, Laura Stiehler (1), Lucy Klingler (5/2), Nelli Hautz (3), Johanna Brennauer (1), Romy Klein (2), Regina Veith, Emma Heizmann, Sev Albrecht (8/2).
Bericht: Frank MoserBilder: Heiko Potthoff | www.starkebilder.de