SV Todesfelde - VfL Waiblingen 2026-2027

TIGERS setzten sich im historischen Spiel beim Aufsteiger durch!

SV Todesfelde – VfL Waiblingen 26:32 / Maren Keil und Celia Heinzer erzielen die Hälfte der Waiblinger Tore

Die TIGER Girls haben die unbequeme Aufgabe zum Auftakt in die neue Saison der 2. Alsco Handball Bundesliga Frauen beim SV Todesfelde erfolgreich gelöst. Vor allem in der Schlussphase profitierten die TIGERS gegen einen mutig aufspielenden Aufsteiger in seinem historischen ersten Auftritt in der 2. Bundesliga von ihrer Routine. Der VfL kam nach der Fünf-Tore-Führung (22:17) nochmals kurz ins Wanken, als der SVT zum 22:23 traf. Doch auch dank ihrer beiden Top-Torschützinnen Maren Keil (9) und Celia Heinzer (7) brachten die TIGERS mit viel Cleverness und Kaltschnäuzigkeit den 32:26-Auswärtserfolg (17:14) noch sicher ins Ziel.

Zunächst ging der Matchplan von TIGERS-Trainers Michael Stettner vor den 532 Zuschauern in der Ludwig-Jahn-Halle in Bad Schwartau nicht auf: Der VfL wollte mit einer konzentrierten Leistung in Angriff und Abwehr dem Aufsteiger früh seine Grenzen aufzeigen. Doch getragen von der Aufstiegseuphorie bestimmte der SV Todesfelde die Anfangsphase und führte nach knapp acht Minuten mit 6:3. Allerdings profitierte der Gastgeber bis dahin auch von einigen Fehlversuchen im Waiblinger Angriff. Der kam in der Folgezeit vor allem durch seinen Rückraum besser ins Laufen. Der Schweizer Neuzugang Celia Heinzer und Cosima Würdinger auf den beiden Halbpositionen überzeugten mit viel Zug zum Tor, starken Eins-gegen-Eins-Situationen und dem Auge für ihre Außenspielerinnen. Hier überragte Maren Keil mit einer hundertprozentigen Trefferquote – alle neun Würfe der Linkshänderin landeten im gegnerischen Tor.

In der Defensive standen die TIGERS mit der starken Isabel Kattner nun sehr stabil, unterbanden mit Stoppfouls den Spielfluss der Gastgeberinnen und zwangen diese zu mehreren technischen Fehlern. Der VfL drehte den Rückstand zur 9:8-Führung, nach 20 Minuten erhöhte die TIGERS-Keeperin Sarah Thomsen per Wurf ins Empty Goal zur erstmaligen Drei-Tore-Führung für die Gäste (12:9). Doch der SVT nutzte die anschließenden Abschlussschwächen des VfL und glich 90 Sekunden vor dem Halbzeitpfiff wieder aus (14:14). Doch diese Zeit reichte den TIGERS aus, um noch eine Drei-Tore-Führung in die Pause mitzunehmen: Der VfL bestrafte die fehlende Zweitligaerfahrung des SVT durch Treffer von Cosima Würdinger, Romy Allgaier und Kimberly Gisa zum 17:14-Halbzeitstand.

Maren Keil legte im ersten Angriff nach dem Wiederbeginn das 18:14 nach. Todesfelde reagierte auf den Rückstand im Angriff mit der Herausnahme der Torhüterin und die Umstellung auf das 7:6-Überzahlspiel. Zunächst zeigte das keine Wirkung, Isabel Kattner traf für die TIGERS zum 22:17. Das Spiel war da aber längst noch nicht gelaufen. Michael Stettner gönnte Celia Heinzer eine Verschnaufpause. Dadurch kam das Waiblinger Angriffsspiel merklich ins Stocken. Da aber auch der Gastgeber zu hektisch agierte, folgte eine Phase des wilden Hin und Her mit Fehlpässen und technischen Fehlern. Der SVT fand zuerst wieder in die Spur zurück und holte mit zum Teil sehenswert herausgespielten Treffern Tor um Tor auf. Beim Stand von 22:23 hatte der Aufsteiger die Chance zum Ausgleich, scheiterte jedoch in der 48. Minute an der im zweiten Durchgang deutlich stärker haltenden Sarah Thomsen. In der Crunch Time hatten die TIGERS dann die größeren Kraftreserven und mit Samira Brand im Zusammenspiel mit der Kreisläuferin Kimberly Gisa eine erneut überzeugende Spielmacherin. Zudem kehrte Celia Heinzer aufs Feld zurück, Maren Keil blieb treffsicher und Romy Allgaier nutzte die Chancen aus dem Konterspiel. Der VfL knockte mit seiner Routine den Gegner klassisch aus und eilte entscheidend auf 29:23 davon.

Unter dem Strich ein gelungener Auftakt für unser TIGERS gegen einen mutig und frech aufspielenden Aufsteiger. Auch wenn beim VfL von der Linksaußenposition die Wurfquote noch ausbaufähig ist, machte vor allem der Auftritt des zuvor noch wenig eingespielten Rückraums Zuversicht für die kommenden Spiele. Zumal mit Paula Hofer, Laura Nagy und Lara Eckhardt, die diesem Spiel noch wenig Impulse geben konnten, sowie der in wenigen Wochen zurückkehrenden Belen Gettwart und ab Dezember auch noch Lena Klingler viele weitere Optionen zur Verfügung stehen.

Nun gilt es für die TIGERS, den Schwung und das Selbstvertrauen aus dem Auftaktsieg in das erste Heimspiel der Saison am kommenden Samstag (18 Uhr, Rundsporthalle) gegen die HSG Freiburg mitzunehmen.

SV Todesfelde: Victoria Nigbur, Katharina Gronek; Stine Petersen, Sophia Ravn Bach (2), Marie-Sophie Grabowski (2/1), Finja Harms (1), Marit Kaps (5), Lina-Cathleen Asmussen (1), Seva Schulle, Line Milla Ruge (1), Franziska Haupt (9/1), Jul Steingraber, Lara Rohrig (2), Carolin Rose, Rieka Thal (3), Mia Friedrichs.

VfL Waiblingen: Sarah Nørregaard Thomsen (1), Laura Hoke; Romy Allgaier (4), Paula Hofer, Isabel Kattner (2), Samira Brand (1), Kimberly Gisa (4), Hannah Hönig (1/1), Cosima Würdinger (3), Celia Heinzer (7/1), Laura Nagy, Alexandra Vrabie, Maren Keil (9), Lara Eckhardt.

Bericht: Frank Moser

Enable Notifications OK No thanks