Spiel_verloren

TIGERS fehlt die Frische und müssen Werder Bremen nach der Pause davonziehen lassen

2. Alsco Handball Bundesliga Frauen: SV Werder Bremen – VfL Waiblingen 39:29

Am Ende wurde es noch deutlich: In der 2. Alsco Handball Bundesliga Frauen konnten unsere TIGERS beim Gastspiel in Bremen eine Dreiviertelstunde lang ordentlich mithalten. Doch in der Schlussphase zog der SV Werder gegen müde wirkende Waiblingerinnen noch zum klaren 39:29-Heimsieg (16:14) davon. Beim VfL fehlte es angesichts der zweiten langen Auswärtsfahrt innerhalb weniger Tage verständlicherweise an der notwendigen Frische und Aufmerksamkeit, um in der Hansestadt etwas reißen zu können.

Trotz gleich zwei vergebener Strafwurfchancen in der Anfangsphase startete der VfL, auch aufgrund starker Paraden der TIGERS-Torhüterin Laura Hoke, gut in die Partie. Kimberly Gisa (2) und Cosima Würdinger sorgten für die 3:1-Führung. Die VfL-Abwehr stand anfangs sehr stabil, zeigte jedoch Anfälligkeiten in der Rückwärtsbewegung. Werder kam mit viel Tempo immer wieder zu Torerfolgen im Gegenstoßspiel oder über die schnelle Mitte. Bis zum 8:6 aus Waiblinger Sicht lagen die Vorteile noch auf Seiten der TIGERS, die in der Folgezeit jedoch mehr und mehr Chancen ungenutzt ließen. Nach dem Ausgleichstreffer der erneut starken Waiblinger Spielmacherin Samira Brand zum 12:12, übernahm Bremen noch vor dem Halbzeitpfiff die Spielkontrolle. Andererseits lagen die TIGERS mit dem 14:16-Rückstand noch durchaus in Schlagdistanz.

Doch Werder sorgte nach dem Wiederanpfiff schnell für klare Verhältnisse. Mit deutlich mehr Tempo um Zug zum Tor zog der SV Treffer um Treffer davon, während der VfL weitere Chancen liegen ließ und sich eine Reihe technischer Fehler leistete. Nach 39 Minuten warf Lara Niemann zur 24:18-Führung für die Bremerinnen ein. Die TIGERS kämpften und kamen fünf Minuten später durch Kimberly Gisa auch nochmals bis auf drei Tore heran (25:22). Doch zu mehr sollte es für den VfL nicht reichen, auch wenn der TIGERS-Trainer Michael Stettner bereits ab der 38. Minute im 7:6-Überzahlspiel agieren ließ. Insgesamt fehlte es dem VfL an der notwendigen Frische und Aufmerksamkeit. Symptomatisch dafür waren auch die vielen Abpraller, die dann doch wieder in den Händen der Bremerinnen landeten und zu Toren verwertet wurden. Passend zum Waiblinger Auftritt auch noch die kuriose Zeitstrafe, die sich Laura Hoke beim Zurücklaufen ins verwaiste Waiblinger Tor kassierte: Eher unfreiwillig fabrizierte die VfL-Keeperin eine Fußabwehr im Feld. Während sich die TIGERS offensichtlich nur noch das Ende des Spiels herbeisehnten, ließ der Gastgeber in seinem Tordrang nicht nach und bescherte der Bremer Trainerin Renee Verschuuren einen deutlichen 39:29-Heimsieg. Der fiel unter dem Strich um ein paar Tore zu hoch aus. Doch schon am Samstag hat der VfL die Chance, sich für die Niederlage zu revanchieren. Um 18 Uhr gastiert dann der SV Werder Bremen zu Rückspiel im TIGER-Käfig Rundsporthalle.

Werder Bremen: Wioleta Pajak, Yasmin Friesen; Farina Meyer (6), Leni Ruwe (8), Tessa Budelmann (2), Luca Schumacher (4), Malin Pods (2), Anna-Lena Bergmann, Lisa Minderloh, Emma Ruwe (1), Lara Niemann (6), Benita Zemke, Luise Albert (7), Mara Birk (3/1).

VfL Waiblingen: Sarah Nørregaard Thomsen, Laura Hoke; Romy Allgaier, Isabel Kattner (1), Samira Brand (6), Kimberly Gisa (4), Cosima Würdinger (3), Maxime Luber (4), Amélie Herzog (3/2), Laura Nagy (4), Maren Keil (1), Lara Eckhardt (3).

Beitrag: Frank Moser

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