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TIGERS holen sich mit viel Willenskraft den Auswärtssieg in Rostock!

2. Alsco Handball Bundesliga Frauen: Rostocker HC – VfL Waiblingen 25:27 / Samira Brand glänzt als Spielmacherin und Torschützin

Starker Auftritt an der Ostsee! Unsere TIGERS in der 2. Alsco Handball Bundesliga Frauen belohnten sich für die Reisestrapazen zum über 800 Kilometer entfernten Auswärtsspiel beim Rostocker HC mit einem am Ende noch knappen, aber über die gesamte Spieldauer gesehen verdienten 27:25-Auswärtsserfolg (18:12). Den mit nur neun Feldspielerinnen angetreten TIGERS schien in der Schlussviertelstunde zwar noch die Puste auszugehen. Doch zuvor hatte sich der VfL um die torgefährliche Spielmacherin Samira Brand (6 Tore) und mit der erneut treffsicheren Maxime Luber (9) einen ausreichend großen Vorsprung erarbeitet, den die TIGERS am Ende clever ins Ziel brachten.

Der VfL startete hellwach in die Begegnung und legte mit viel Tempo in der Vorwärtsbewegung und fein herausgespielten Torchancen einen Blitzstart hin: Nach sechs Minuten führten die TIGERS mit 4:0. Erst danach fand auch der Rostocker HC in seinen Spielrhythmus. Die erste Halbzeit wurde nun zu einem offenen Schlagabtausch, in dem beide Teams ein ordentliches Tempo vorlegten. Den kleinen Durchhänger der TIGERS Mitte der ersten Hälfte nutzte der Gastgeber zum 10:12-Anschluss nach gut 18 Minuten. Der VfL-Trainer Michael Stettner zog die Time Out Karte und gab seinem Team offensichtlich die richtigen Anweisungen mit auf den Weg. Samira Brand trieb von der Rückraummitte aus immer wieder das Waiblinger Spiel mit viel Übersicht und eigener Torgefährlichkeit an. Von Linksaußen und im Tempogegenstoß zeigte sich einmal mehr Maxime Luber als zuverlässige Torschützin. Auch das Zusammenspiel mit den beiden Kreisläuferinnen Isabel Kattner und Samira Brand wusste zu gefallen. Die Auszeit des Rostocker Trainers Dominic Buttig nach 24 Minuten konnte die TIGERS ebenfalls nicht stoppen. Die VfL-Abwehr war auf flinken Beinen unterwegs, und der Angriff fand genau die richtige Balance zwischen Tempospiel und ruhigen Aufbauspiel. So ging es mit einer verdienten 18:12-Führung für den VfL in die Halbzeitkabinen.

Die TIGERS starteten nach dem Wiederanpfiff jedoch überhastet in die Begegnung, während Rostock nun mit mehr Dynamik und Abschlusswillen dem Spiel eine Wende geben wollte. Der HCR verkürzte dann auch zum 18:21 nach 38 Minuten. Die nun zwischen den Waiblinger Pfosten stehende Laura Hoke verhinderte mit ihren Paraden jedoch, dass Rostock noch näher heranrückte. Der VfL fand wieder zu seiner erfolgreichen Linie und holte sich in der 45. Minute die Sechs-Tore-Halbzeitführung wieder zurück (19:25). Doch in der Schlussviertelstunde wurde die Luft für das Waiblinger Rumpfteam noch eng. Rostock mobilisierte nochmals alle Kräfte, deckte in der Abwehr noch offensiver und holte Tor um Tor auf. Spätestens als Emma Dubrau drei Minuten vor dem Ende den 25:26-Anschlusstreffer für den RHC erzielte, waren auch die Zuschauer in der Fiete Reder Sporthalle wieder voll da. Doch anders als eine Woche zuvor gegen Freiburg, als der VfL noch unnötig einen Punkt liegen ließ, behielten die TIGERS in Rostock einen kühlen Kopf. Allen voran Samira Brand, die energisch in die HCR-Abwehrlücke stieß und zum 25:27 traf. Die wieder ins Waiblinger Tor eingewechselte Sarah Thomsen machte mit dem abgewehrten Strafwurf 47 Sekunden vor dem Schlusspfiff endgültig den Deckel zum Auswärtssieg drauf.

Kaum von Rostock zurück, müssen sich die TIGERS zur nächsten langen Auswärtsfahrt aufmachen: An Christi Himmelfahrt (Donnerstag, 16:00 Uhr) steht das Nachholspiel beim SV Werder Bremen auf dem Spielplan, nur zwei Tage später (Samstag, 18:00 Uhr) stehen sich die beiden Teams erneut gegenüber, dann in der Waiblinger Rundsporthalle.

Rostocker HC: Lena Clasen, Ylva-Elin Tants; Charlotte Beuck (1), Emma Dubrau (3), Hanna Schulz (2), Lidia Halawczak (1), Hanna Strack (3), Finia Wolf (3), Patryca Drewnik (4/1), Lucia Strack, Neele Konarske (3), Jette Köppen (1), Megan Pieth (4).

VfL Waiblingen: Sarah Nørregaard Thomsen, Laura Hoke; Isabel Kattner (1), Lena Klingler (1), Samira Brand (6), Kimberly Gisa (4), Cosima Würdinger, Maxime Luber (9), Amélie Herzog (3/3), Laura Nagy (2), Lara Eckhardt (1).

Bericht: Frank Moser

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