Konterstarke TIGERS feiern Auswärtssieg in Mainz

2. Alsco Handball Bundesliga Frauen: 1. FSV Mainz 05 – VfL Waiblingen 26:33

Maxime Luber (11 Tore) und Paula Hofer (7) beste VfL-Werferinnen

Der Aufschwung bei unseren TIGER Girls hält an: Nach dem Heimerfolg über Lintfort vor einer Woche, der die lange Niederlagenserie beendete, kehrte der VfL nun mit einem 33:26-Auswärtserfolg (16:15) beim 1. FSV Mainz 05 ins Remstal zurück. Herausragende Werferinnen bei den TIGERS waren Maxime Luber (11) und Paula Hofer (7).

Dabei startete der VfL sehr holprig in die Partie. Gegen die extrem offensiv ausgerichtete Mainzer Abwehr fanden die TIGERS-Angreiferinnen wenig Lösungen. Hinzu kamen viele technische Fehler, die kaum einen Spielfluss aufkommen ließen. Auch die Gastgeberinnen hatten in der Offensive Anlaufschwierigkeiten, waren jedoch im Abschluss etwas konzentrierter. Bereits nach 13 Minuten (5:3 für Mainz) beorderte der unzufriedene Waiblinger Trainer Michael Stettner sein Team zur Time Out Besprechung an die Seitenlinie. Der Erfolg daraus stellte sich aber auch nicht sofort ein. Immerhin brachte die Einwechslung von Paula Hofer auf die halblinke Rückraumposition mehr Durchschlagskraft in den Waiblinger Angriff. Die erst 17-jährige Juniorennationalspielerin nutzte die großen Lücken im offensiven Abwehrverbund des FSV mit ihrem starken Eins gegen Eins immer wieder aus. Da dem VfL jedoch weiterhin technische Fehler unterliefen, führte Mainz nach gut 22 Minuten immer noch mit 12:9. Dies auch, weil die Waiblinger Abwehr bei zwei Abprallern schlief und der Gastgeber im Nachfassen traf. Die Schlussminuten des ersten Durchgangs gehörten dann jedoch den TIGERS. Die nun kompakte VfL-Defensive machte den Mainzer Angreiferinnen das Durchkommen immer schwerer, und die Waiblinger Keeperin Sarah Thomsen leitete mit ihren Paraden mehrere direkte Gegenstöße ein. Die Bälle von Sarah landeten punktgenau bei der schnellen Maxime Luber, die nicht nur die Konter eiskalt verwandelte, sondern auch aus dem Positionsspiel heraus von Linksaußen einmal mehr als treffsichere Schützin auftrat. Maxi war es auch, die den VfL beim 15:14 und kurz darauf mit dem 16:15-Pausenstand in Führung warf.

Der VfL nahm das positive Momentum aus der Schlussphase des ersten Durchgangs in den Start zur zweiten Halbzeit mit. Zwei weitere Paraden von Sarah Thomsen waren der Ausgangspunkt für weitere direkte oder erweiterte Gegenstöße auf Maxime. Paula Hofer wirbelte weiterhin die FSV-Abwehr auf, und von Rechtsaußen traf nun Amélie Herzog. Knapp neun Minuten nach dem Wiederanpfiff hatten sich die TIGERS auf 23:18 abgesetzt. Die drei darauffolgenden technischen Fehler der Waiblingerinnen machten die Partie allerdings nochmals spannend. Mainz rückte in der 43. Minute auf 22:24 heran. Doch die Abwehr der TIGERS blieb stabil und das Konterspiel weiterhin die beste Waffe des VfL. Dazu zeigte die zuvor eher glücklos agierende Laura Nagy in der Schlussphase doch noch ihre Wurfstärke und netzte drei Mal aus dem linken Rückraum ein. Den Schlusspunkt unter den erfrischenden Waiblinger Auftritt setzte Isabel Kattner mit dem Wurf ins Empty Goal zum klaren 33:26-Auswärtssieg des VfL.

Am kommenden Samstag (18 Uhr, Rundsporthalle) geht es für die TIGERS weiter mit dem Heimspiel gegen den starken Aufsteiger aus Freiburg. Die HSG hat mit dem 36:29-Heimerfolg über Werder Bremen an diesem Wochenende den Kampf um den 10. Tabellenplatz neu befeuert. Dort will der VfL am Saisonende mindestens landen, da damit die Teilnahme am DHB-Pokalwettbewerb 2026/2027 winkt.

1. FSV Mainz 05: Aurora Kryeziu, Aleksandra Orowicz; Anna Weidle (2), Magdalena Probst (5/4), Christin Kühlborn (1), Christine Burgard (5), Rugile Bartuseviciute, Lena Feiniler (7), Marleen Kern, Lena Thoß (1), Tabea Schweikart, Melanie Grawe (1), Helena Rhein (1), Claire Ramacher (2), Juliane Specht (1).

VfL Waiblingen: Sarah Nørregaard Thomsen, Laura Hoke; Romy Allgaier, Paula Hofer (7), Isabel Kattner (3), Lena Klingler (2), Samira Brand, Kimberly Gisa (1), Cosima Würdinger, Maxime Luber (11), Amélie Herzog (6/3), Laura Nagy (3), Maren Keil, Lara Eckhardt.

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