Nichts zu holen gab es für unsere TIGER Girls im Heimspiel der 2. Alsco Handball Bundesliga Frauen gegen die Spreefüxxe Berlin. Der Tabellenvierte aus der Hauptstadt legte am Samstagabend in der Rundsporthalle einen starken Auftritt hin und untermauerte mit viel Tempo und Wurfkraft zum 28:36-Auswärtserfolg seine Aufstiegsambitionen.
Mit der Rückkehr von Lena Klingler und der zum zweiten Mal in dieser Saison reaktivierten Vanessa Nagler standen dem Waiblinger Trainer Michael Stettner im Rückraum wieder mehr Optionen als zuletzt bei den Handball-Luchsen in Buchholz-Rosengarten zur Verfügung. Nach zunächst ausgeglichenen ersten zehn Minuten (5:4 für den VfL) zündeten die Gäste jedoch den Turbo. Mit hoher Dynamik und viel Zug zum Tor hebelten die Spreefüxxe immer wieder die Waiblinger Abwehr aus und zogen mit einem 5:0-Tore-Lauf innerhalb von knapp sieben Minuten auf 5:9 davon. Gegen die kompakt stehende Berliner Defensive taten sich die Waiblinger Angreiferinnen sehr schwer und gerieten immer wieder in Zeitspielnot. Das verletzungsbedingte Fehlen von Laura Nagy machte sich hier deutlich bemerkbar, da der VfL-Rückraum gezwungen war, viel über das Spiel Eins gegen Eins den Torerfolg zu suchen. Doch da war die Gästeabwehr inklusive beider Torhüterinnen einfach zu stark, zumal die Defensive auch die Mehrheit der Waiblinger Kreisanspiele unterbinden konnte. Der VfL musste sich jeden einzelnen Treffer schwer erkämpfen und war häufig über die beiden treffsicheren Außenspielerinnen Maxime Luber (5 Tore) und Maren Keil (4) erfolgreich. Doch auf jedes Waiblinger Tor hatten die Spreefüxxe eine schnelle Antwort parat. Mal trafen Lucy Gündel und Naomi Conze mit viel Dynamik und Wurfpräzision aus dem linken Rückraum, mal setzte sich die Berliner Spielmacherin Leoni Baßiner selbst durch oder brachte ihre Mitspielerinnen auf Außen und am Kreis in erfolgreiche Wurfpositionen. Hier glänzten insbesondere Anaïs Gouveia auf der Rechtsaußenposition sowie Jonna Schaube vom Kreis mit hoher Treffsicherheit. Der VfL bekam schlicht zu selten Zugriff auf die mit deutlich mehr Dynamik angreifenden Gäste. Drei Minuten vor dem Pausenpfiff der von den Schiedsrichtern Thomas Hörath und Timo Hofmann sehr gut geleiteten Partie führten die Füchse Berlin mit 13:19. Immerhin durften die Waiblinger Anhänger zur Halbzeit noch etwas hoffen, denn nach dem Tor durch Kreisläuferin Isabel Kattner und dem Treffer der gedankenschnellen Lena Klingler ins Empty Goal, rückten die TIGERS wieder auf 15:19 heran.
Doch diese Hoffnung, noch etwas Zählbares zu erreichen, sollten mit dem Wiederanpfiff schnell schwinden. Der VfL blieb über acht Minuten ohne eigenen Torerfolg, während die Gäste trotz einiger eigener Ballverluste auf 15:22 davonzogen. Die Spreefüxxe waren an diesem Abend einfach zu stark für den VfL. Beim Stand von 22:32 lagen erstmals zehn Tore Unterschied zwischen den beiden Mannschaften. Immerhin gelang es den TIGERS durch ihre gute kämpferische Leistung, die Niederlage noch einigermaßen in Grenzen zu halten. Dennoch unterstrich das Team der Füchse-Trainerin Susann Müller durch einen sehr starken Auftritt und dem 28:36-Sieg in der Waiblinger Rundsporthalle eindrucksvoll seine Ambitionen im Aufstiegsrennen.
VfL Waiblingen: Sarah Nørregaard Thomsen, Laura Hoke; Romy Allgaier, Vanessa Nagler (1), Isabel Kattner (3), Lena Klingler (2), Samira Brand (2), Kimberly Gisa (1), Cosima Würdinger (1), Maxime Luber (5/1), Amélie Herzog (6/5), Maren Keil (4), Lara Eckhardt (3).
Füchse Berlin: Danique Trooster, Zoe Ludwig (1); Naomi Conze (7), Anaïs Gouveia (6), Lucy Gündel (5), Michelle Stefes (3), Angela Capellaro (1), Moana Thelemann (2), Nomi In Der Braekt, Jonna Schaube (5), Alissa Werle (1), Leoni Baßiner (5/1).
Bericht: Frank Moser