Spiel gewonnen

TIGERS bauen ihre Erfolgsserie aus: Heimsieg über Solingen-Gräfrath!

2. Alsco Handball Bundesliga Frauen: VfL Waiblingen – HSV Solingen-Gräfrath 28:24

Die TIGERS-Abwehr und Torhüterin Sarah sind der starke Rückhalt

Mit dem 28:24-Heimsieg (16:10) über den HSV Solingen-Gräfrath bauten unsere TIGER Girls ihre jüngste Erfolgsserie auf den vierten Sieg in Folge aus und kletterten in der Tabelle der 2. Alsco Handball Bundesliga Frauen auf den siebten Platz. Trotz einer zwischenzeitlichen Acht-Tore-Führung drohte das Spiel im zweiten Durchgang noch zu kippen. Doch mit einer erneut soliden Abwehrleistung und der mit 13 Paraden starken VfL-Torhüterin Sarah Nørregaard Thomsen behielten die TIGERS die beiden Punkte in der Rundsporthalle.

Der VfL erwischte zwar den besseren Start (3:1), dennoch war es bis zur 22. Minute ein ausgeglichenes Spiel auf Augenhöhe. Nach der torreichen Anfangsphase wurde die Partie zunehmend von den beiden Abwehrreihen und den Torhüterinnen geprägt. Zudem streuten beide Teams auch mehr und mehr technische Fehler und einfache Ballverluste ein. Die Partie blieb bis zum 9:9 ausgeglichen, wobei es den Gästen aus Solingen nicht gelang, selbst einmal in Führung zu gehen. In den letzten Minuten des ersten Durchgangs legte der VfL dann jedoch den Grundstein zum späteren Erfolg. Der HSV schwächte sich zum einen durch Zeitstrafen. Entscheidender war jedoch, dass die Gäste mehrmals an der TIGERS-Torhüterin Sarah Nørregaard Thomsen scheiterten oder durch einfache Fehler den Ball an den Gastgeber verloren. Gestützt auf die erneut stabile Abwehr nutzten die TIGERS noch in der ersten Halbzeit mit hoher Entschlossenheit die Chancen und bauten mit drei Treffern in den letzten 62 Sekunden die Führung zum 16:10-Pausenstand aus.

Der VfL nahm diesen Schwung nach dem Wiederanpfiff sofort wieder auf: Laura Nagy und Amélie Herzog erhöhten auf 18:10 für die TIGERS. „In dieser Phase müssen wir noch konsequenter in der Chancenverwertung werden und den Sack schon endgültig zu machen“, analysierte später VfL-Coach Michael Stettner angesichts des weiteren Spielverlaufs. Denn das Angriffsspiel der TIGERS kam nach dem Treffer zum 20:12 (36. Minute) merklich ins Stocken. Das war zum einen der Verdienst der Gästeabwehr und HSV-Torhüterin Liv-Stine Eckardt, zum anderen agierte der VfL-Rückraum nun zu oft nur noch quer und mit zu wenig Druck auf die Defensive. Bei Solingen-Gräfrath kamen die Top-Torschützin Vanessa Brandt, von der im ersten Durchgang noch wenig zu sehen war, sowie Debora Spatz und Emma Schwitzer immer besser ins Spiel.  Der Waiblinger Vorsprung schmolz bis zur 43. Minute auf vier Tore zusammen (21:17). Das Spiel drohte doch noch zu kippen. Durch die überragenden Paraden der TIGERS-Keeperin Sarah Thomsen und etwas Wurfpech bei den Gästen, befreite sich der VfL aus dieser Situation und zog wieder auf 25:18 davon. Ganz entschieden war damit die Partie jedoch noch immer nicht. Der HSV rückte fünfeinhalb Minuten vor dem Ende nochmals auf vier Tore heran (25:21). Zwei Minuten später, in denen beide Torhüterinnen weitere Paraden zeigten, machte Samira Brand mit ihrem Treffer zum 26:21 endgültig den Deckel zum vierten Sieg der TIGERS in Folge drauf.

„Wir konnten uns erneut auf unsere Abwehr und die Torhüterinnen verlassen“, sah Michael Stettner zwei wichtige Faktoren zum Erfolg. „Und wir lagen zu keinem Zeitpunkt des Spiels im Rückstand. Natürlich war die Chancenverwertung auch heute ein Thema, wenn es etwas zu kritisieren gibt. Doch insgesamt haben wir eine sehr geschlossene Mannschaftsleistung gezeigt, jede Spielerin hat heute ihren Beitrag zum Erfolg geleistet.“ Letzteres war auch an der Waiblinger Torschützenliste abzulesen: Gleich elf TIGER-Girls trugen sich darin ein.

Weiter geht es für die TIGERS am nächsten Samstag zum Rückrundenauftakt in der 2. Alsco Handball Bundesliga Frauen zu Hause gegen den TSV Bayer 04 Leverkusen. Ein weiterer Sieg würde ein noch größeres Punkte-Polster verschaffen, bevor dem VfL im Februar mit den Auswärtspartien in Regensburg, Rödertal und Leipzig sowie dem Lokalderby gegen Nürtingen ein schweres Programm bevorsteht.

VfL Waiblingen: Sarah Nørregaard Thomsen, Laura Hoke; Romy Allgaier (1), Isabel Toth (1), Paula Hofer (1), Isabel Kattner (2), Lena Klingler (1), Samira Brand (3), Cosima Würdinger, Maxime Luber (6/1), Amélie Herzog (5/4), Laura Nagy (3), Maren Keil (2), Lara Eckhardt (1).

HSV Solingen-Gräfrath: Katja Grewe, Liv-Stine Eckardt; Frida Heimann (1), Patricia Nikolić (1), Emma Schwitzer (5), Sophie Pickrodt, Mia Bomnüter (1), Merit Müller (1), Nele Spengler (4/3), Debora Spatz (6/1), Hannah Gutzeit, Vanessa Brandt (5), Lea Liebetrau.

Bericht: Frank Moser
Bilder: Heiko Potthoff | starkebilder.de