Nach fünf absolvierten Spielen stehen die Herren 2 des VfL Waiblingen mit 6:4 Punkten im Mittelfeld der Landesliga. Hinter der Mannschaft liegen dabei sehr unterschiedliche Wochen. Auf einen perfekten Saisonstart mit drei Siegen folgten zuletzt zwei Niederlagen. Neben den Ergebnissen rückte dabei zunehmend die angespannte Personalsituation in den Mittelpunkt.
Zum Saisonauftakt empfing der Aufsteiger den TV Stetten in Waiblingen. Von Beginn an entwickelte sich eine ausgeglichene und umkämpfte Partie. Nach 15 Minuten führte der VfL knapp mit 7:5 und nahm beim 16:14 eine Zwei-Tore-Führung mit in die Halbzeit.
Auch im zweiten Durchgang blieb die Begegnung eng. Waiblingen konnte sich zwischenzeitlich einen Vorsprung von drei Treffern erarbeiten, Stetten kämpfte sich in der Schlussphase jedoch noch einmal heran. Am Ende brachten die Waiblinger den knappen Vorsprung über die Zeit und feierten mit dem 29:28-Heimsieg einen erfolgreichen Einstand in der Landesliga.
Eine Woche später wartete mit dem Auswärtsspiel beim SV Remshalden die nächste enge Begegnung. Dieses Mal musste Waiblingen zunächst einem Rückstand hinterherlaufen. Nach einer Viertelstunde lag der VfL mit 6:8 zurück, zur Halbzeit führten die Gastgeber mit 15:13.
Die Waiblinger ließen sich davon jedoch nicht aus der Ruhe bringen. Auch im zweiten Durchgang blieb die Partie bis in die Schlussphase offen, ehe es dem VfL gelang, die Begegnung zu drehen und sich mit 30:28 durchzusetzen. Nach zwei Spielen standen damit bereits 4:0 Punkte auf dem Konto des Aufsteigers.
Im dritten Saisonspiel gegen die SG Weinstadt folgte schließlich der bis dahin überzeugendste Auftritt. Die erste Hälfte verlief zunächst noch weitgehend ausgeglichen. Nach 15 Minuten führte Waiblingen mit 8:6 und ging mit einem 14:11 in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel steigerte sich der VfL deutlich. Die Mannschaft erhöhte das Tempo, fand offensiv immer wieder gute Lösungen und erzielte allein in den zweiten 30 Minuten 24 Treffer. Aus der zunächst engen Begegnung entwickelte sich ein klarer Heimerfolg. Am Ende stand ein überzeugendes 38:26.
Mit drei Siegen und 6:0 Punkten aus den ersten drei Begegnungen hätte der Start in die Landesliga für den Aufsteiger damit kaum besser verlaufen können. Gleichzeitig zeigten die ersten Spiele unterschiedliche Qualitäten der Mannschaft: Gegen Stetten und Remshalden behielt der VfL in engen Begegnungen die Nerven, gegen Weinstadt gelang anschließend der erste deutliche Erfolg.
Dass die neue Spielklasse den Aufsteiger im weiteren Saisonverlauf vor größere Herausforderungen stellen würde, zeigten anschließend die Begegnungen gegen die SG H2Ku Herrenberg und die HSG Bargau/Bettringen.
Bereits beim Auswärtsspiel in Herrenberg hatten sich die personellen Voraussetzungen deutlich verschlechtert. Unserem Trainer Flav standen lediglich acht Feldspieler zur Verfügung. Um die Mannschaft kurzfristig zu unterstützen, erklärte sich der reaktivierte Holger Mayer bereit, noch einmal die Handballschuhe zu schnüren. An dieser Stelle nochmals ein besonderer Dank für das spontane Aushelfen.
Herrenberg erwischte den deutlich besseren Start und setzte sich früh ab. Nach einer Viertelstunde lag Waiblingen bereits mit 3:9 zurück. Anschließend stabilisierte sich der VfL und konnte verhindern, dass die Partie bereits vor der Pause entschieden war. Mit einem 13:19-Rückstand wurden die Seiten gewechselt.
Im zweiten Durchgang machten sich die eingeschränkten Wechselmöglichkeiten allerdings zunehmend bemerkbar. Herrenberg hielt das Tempo hoch und baute den Vorsprung kontinuierlich aus. Für den kleinen Waiblinger Kader wurde es mit zunehmender Spielzeit immer schwieriger, die notwendige Konzentration im Angriff aufrechtzuerhalten. Dies führte immer häufiger zu Ballverlusten und daraus resultierenden Gegenstößen. Am Ende musste sich der VfL deutlich mit 26:41 geschlagen geben.
Eine Woche später empfingen die Herren 2 die HSG Bargau/Bettringen. Zwar standen Trainer Flav wieder mehr Spieler zur Verfügung als noch in Herrenberg, von einer wirklichen Entspannung der Personalsituation konnte jedoch keine Rede sein.
Krankheiten und Verletzungen hatten in den Tagen und Wochen zuvor einen geregelten Trainingsbetrieb erheblich erschwert. Mehrere Spieler gingen deshalb mit wenig Trainings- und Spielpraxis in die Begegnung. Teilweise hatten Akteure seit rund 21 Tagen keinen Ball mehr in der Hand.
Entsprechend schwierig war es für die Mannschaft, von Beginn an die notwendige Sicherheit und Abstimmung zu finden. Bargau/Bettringen erwischte den besseren Start und führte nach 15 Minuten mit 10:7. Bis zur Halbzeit bauten die Gäste ihren Vorsprung weiter aus. Beim Stand von 14:20 ging es in die Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich Waiblingen stabiler und gestaltete die zweite Hälfte deutlich ausgeglichener. Der Rückstand aus den ersten 30 Minuten erwies sich jedoch als zu große Hypothek, um die Partie noch einmal zu drehen. Bargau/Bettringen verwaltete den Vorsprung souverän bis zum Schluss und gewann mit 32:25.
Neben den zwei Punkten verlor Waiblingen auch einen weiteren Spieler. Philipp Wiedemann zog sich einen Kreuzbandriss zu und wird der Mannschaft voraussichtlich in dieser Saison nicht mehr zur Verfügung stehen. Damit fehlen den Waiblingern zwei Spieler langfristig, was insbesondere die Möglichkeiten im Rückraum weiter einschränkt.
Mannschaft und Verein wünschen beiden eine gute und vollständige Genesung und hoffen, sie bald wieder bei der Mannschaft und zu gegebener Zeit auch wieder auf dem Spielfeld begrüßen zu können.
Für den Aufsteiger gilt es nun, die schwierige personelle Phase gemeinsam zu überbrücken. Mit 6:4 Punkten aus fünf Spielen haben sich die Herren 2 trotz der beiden jüngsten Niederlagen eine solide Ausgangsposition im Mittelfeld der Landesliga erarbeitet.
Bericht: Leinhos