Mit drei Siegen aus den ersten drei Spielen stehen unsere TIGERS in der 2. Alsco Handball Bundesliga Frauen mit noch blütenweißer Weste auf dem zweiten Tabellenplatz. Ein perfekter Start also für unser Team, das nach drei Jahren in Folge auf Platz 10 am Ende dieser noch jungen Saison auf einem einstelligen Tabellenplatz landen möchte.
Nun freuen sich die TIGER Girls aber erst einmal auf das Top-Spiel gegen den Aufstiegsfavoriten aus der Bundeshauptstadt. Die nun als Füchse Berlin Frauen startenden früheren Spreefüxxe sind in dieser Saison bislang ebenfalls noch ungeschlagen und rangieren mit 5:1 Punkten auf Platz vier. „Dieses Highlight-Spiel haben sich die Mädels mit ihren bisherigen Auftritten verdient“, schwingt beim Ausblick von TIGERS-Trainer Michael Stettner die Vorfreude auf diese Partie mit.
Welche Offensivpower am Samstag ab 18 Uhr auf unsere TIGERS zukommt, beweist der letzte Auftritt der Füchse Berlin am vergangenen Wochenende. Da fegte das Team von Füchse-Trainerin Susann Müller den Rostocker HC mit einem eindrucksvollen 40:20 aus der Sporthalle Charlottenburg. Allein in der ersten Halbzeit erzielten die Füchse 25 Treffer, und im zweiten Abschnitt kassierten sie gerade mal noch sechs Gegentore.
„Die Füchse sind in der kompletten Breite qualitativ sehr gut aufgestellt“, fährt Michael Stettner fort. „Sie sind ein absolutes Topteam, das in der vergangenen Saison zurecht um die Relegation zur 1. Bundesliga gespielt hat.“ Da verloren die Berlinerinnen allerdings die beiden Partien gegen den SV Union Halle-Neustadt (26:29, 26:33) und nehmen daher nun erneut einen Anlauf Richtung Erstligaaufstieg.
Michael sieht Berlin klar in der Favoritenrolle, betrachtet andererseits aber seine VfL-Handballerinnen auch nicht von vornherein als chancenlos. „Wir haben den Heimvorteil, freuen uns sehr auf das Spiel und wollen uns zeigen. Unser Ziel ist, die Partie möglichst lange offen zu halten.“ Wenn dabei am Ende sogar ein Überraschungscoup gelingt, umso besser aus Sicht der TIGERS. „Wichtiger als das Ergebnis ist mir jedoch, in welcher Art und Weise wir das Spiel gestalten und vor unserem Heimpublikum auftreten“, fährt Stettner. fort Zumal dies die letzte Partie der TIGERS in ihrem Wohnzimmer Rundsporthalle ist, bevor es wegen der Renovierung des Hallenbodens für die darauffolgenden drei Heimspiele in die Gemeindehalle nach Bittenfeld geht. Nach dem emotionalen Comeback unserer Spielmacherin Belen Gettwart nach mehr als zehn Monaten Verletzungspause und Reha am vergangenen Samstag in Buchholz, dürfen wir uns zudem auf den ersten Auftritt unserer Spielmacherin vor heimischem Publikum freuen.
Personell muss der TIGERS-Trainer auf Maren Keil verzichten. Die Rechtsaußenspielerin hat sich leider eine Sprunggelenksverletzung zugezogen und fehlte bereits beim 31:21-Auswärtssieg am vergangenen Samstag in Buchholz. Ein Fragezeichen steht zudem hinter dem Einsatz der Waiblinger DHB-Junioren-Nationalspielerin Paula Hofer. „Paula ist krank und konnte bis Mittwoch noch nicht wieder trainieren. Wir müssen abwarten, ob sie bis Samstag soweit wieder fit wird, dass ihr Einsatz sinnvoll ist“, berichtet Michael Stettner.
Die TIGERS brauchen gegen Berlin von Beginn an einen starken Abwehr-Torhüterinnen-Verbund und in der Offensive eine überdurchschnittliche Chancenverwertung. Je länger der VfL die Partie offen gestalten kann, desto mehr steigen die Chancen, im vierten Spiel den vierten Sieg einzufahren – und damit auch den ersten Erfolg über einen der Gegner, die in der vergangenen Saison vor den TIGERS in der Abschlusstabelle landeten. Es ist somit der erste ganz große Prüfstein für die TIGERS in der noch jungen Saison.
Mit der hoffentlich zahlreichen und lautstarken Unterstützung durch euch, liebe TIGERS-Fans, wird unser Team alles reinwerfen, um den temporären Abschied aus der Rundsporthalle möglichst mit einem Sieg zu feiern.
Also: KOMMT ALLE IN DIE HALLE!
GO TIGERS!
Beitrag: Frank Moser