TSV Weinsberg – VfL Waiblingen Handball 36:25 (16:10)
Durch den Albstadt-Sieg am Freitagabend stand für die Gastgeber zwar bereits vor dem Anpfiff fest, dass sie keine theoretische Chance auf einen Aufstiegsplatz haben, trotzdem wollte sich Weinsberg standesgemäß von seinem Publikum verabschieden. Dies war gegen den stark geschwächten Kader von Trainer Tim Baumgart auch keine allzu schwere Aufgabe. Von seinen eigentlich im Regionalliga-Kader stehenden 14 Feldspielern standen Baumgart gerade einmal 5 zur Verfügung.
Beim 0:1 ging Waiblingen tatsächlich in Führung, es sollte jedoch die Einzige in diesem Spiel bleiben. Nach 3 torarmen Anfangsminuten legte Weinsberg los wie die Feuerwehr und führte schnell mit 4:1. Waiblingen kämpfte sich durch den treffsicherden Lion Haase auf 4:5 heran und konnte zumindest die ersten 18 Spielminuten sehr ausgeglichen gestalten. Der Rückstand von nur 8:10 war aller Ehren wert. Danach folgten einige unkonzentrierte Abschlüsse und technische Fehler, die postwendend von Weinsberger Schnellangriffen bestraft wurden. Vier Tore in Folge und die 14:8 Führung für den TSV bedeuteten weit mehr als eine Vorentscheidung. David Schröder sowie der sehr gut aufspielende Dominik Burgi verkürzten noch zweimal, mit einem akzeptablen 10:16 Rückstand ging es schließlich in die Pause. Der Einsatz des siebten Feldspielers zu Beginn der zweiten Hälfte ging jedoch komplett in die Hose. Dem VfL fehlte jeglicher Druck, das Überzahlspiel in klare Torchancen umzusetzen. Zahllose „Notwürfe“ führten postwendend zu Treffern auf das verwaiste Waiblinger Gehäuse. Gerade einmal vier Minuten später hatten die Gastgeber ihre Führung auf weitere 5 Treffer ausgebaut, nach nur 9 Minuten stand es in der zweiten Halbzeit sage und schreibe 11: 3. Fortan verzichteten die Tigers auf das taktische Mittel, ließen die Köpfe nicht hängen und gewannen immerhin die letzten 20 Spielminuten. Immer wieder gelang es, die beiden treffsicheren Kreisläufer Schönemann und Schröder einzusetzen, aus dem Rückraum erzielten Burgi und Haase ihre Treffer.
Am Ende stand ein deutlicher 36:25 Heimsieg auf der Anzeigetafel, was zumindest nach dem überdeutlichen Zwischenstand noch ein durchaus akzeptables Endergebnis darstellte.
Am letzten Spieltag empfangen die Waiblinger Tigers nun die zweitplatzierte HSG Albstadt, die noch ein Unentschieden zum Aufstieg benötigt. Man darf gespannt sein, welche Aufstellung Trainer Tim Baumgart am kommenden Sonntag zur Verfügung steht, um den deutlichen Aufstiegsfavoriten noch die Suppe zu versalzen.
VfL Waiblingen: Stasch, Dotzauer, Mayer 2, Mekic 1, Berlich 1, Schröder 4, Burgi 5, Schönemann 3, Haase 9/4, Lehmkühler
von Frank Ader