Neuzugang Celia Heinzer 25_26

Die Schweizer Erstligaspielerin Celia Heinzer wechselt zu den TIGERS!

Die Halblinksspielerin kommt vom Schweizer Cupsieger Spono Eagles zum VfL

Vor dem Heimspiel der TIGERS in der 2. Alsco Handball Bundesliga Frauen gegen die Spreefüxxe Berlin am vergangenen Samstag konnte Harald Beilschmied, Sportlicher Leiter Frauen bei den TIGERS, den Zuschauern in der Rundsporthalle den zweiten Neuzugang für die kommende Saison präsentieren: Die 23jährige Schweizerin Celia Heinzer wechselt vom Schweizer Erstligisten und aktuellen Cupsieger Spono Eagles Nottwil für die kommenden zwei Jahre zum VfL Waiblingen!

Celia begann im Alter von 8 Jahren bei ihrem Heimatverein KTV Muothathal, einem 3.500 Einwohner zählenden Ort im Kanton Schwyz, mit dem Handballspielen und wechselte mit 12 Jahren zum LK Zug. „Das war mein erster Schritt als ‚Dorfmädchen aus den Bergen‘ in eine größere Stadt“, blickt Celia im Interview mit TIGERS-Pressekoordinator Frank Moser nicht ohne Schmunzeln zurück. „Zudem hatte ich das Glück, dass der Trainer der ersten Mannschaft aus dem gleichen Dorf wie ich kommt und mich zwei Mal die Woche zum Training mitnehmen konnte.“

In Zug reifte Celia schnell zu einer wurfkräftigen Halblinksspielerin. Bereits 2019, im Alter von 17 Jahren, debütierte die Rechtshänderin in der A-Nationalmannschaft der Schweiz. Mit dem Team erreichte Celia in 2022 die erstmalige EM-Qualifikation der Schweiz. Im gleichen Jahr wurde sie in der höchsten Schweizer Handballliga SPL1 (Suisse Premium League) für die Auszeichnung MVP der Saison vorgeschlagenen, gehörte damit also zu den TOP3-Spielerinnen in der Schweiz.

Nach zehn erfolgreichen Jahren beim LK Zug, mit dem sie 2021 das Schweizer Double mit Meisterschaft und Cup gewann, wechselte die „Tscheelja“ ausgesprochene Celia zur Saison 2024/2025 zum Zuger Hauptrivalen Spono Eagles Nottwil (Kanton Luzern). „Es war für mich Zeit für einen Tapetenwechsel“, begründet Celia ihre damalige Entscheidung. Gleich im ersten Jahr bei ihrem neuen Verein, holte sie mit den Spono Eagles erneut den Schweizer Cup und die Vizemeisterschaft in der SPL1.

„Schon bei meinem Wechsel zu den Spono Eagles hatte ich das Ziel, zwei Jahre später ins Ausland zu gehen“, führt Celia weiter aus. „Insbesondere der skandinavische Frauenhandball und die 1. Bundesliga in Deutschland haben es mir angetan.“ Auch beruflich hatte Celia Heinzer die Rahmenbedingungen für den Schritt ins Ausland geschaffen: Nach der Lehre zur Bürokauffrau und der Matura begann sie ein Sportmanagement-Studium an der Fernfachhochschule Schweiz. Das Fernstudium habe sie bewusst gewählt. „Weil ich irgendwann ins Ausland wollte, sollte mir mein Studium da nicht im Weg stehen.“ Aktuell befindet sie sich im sechsten Semester, in eineinhalb Jahren möchte sie das Studium abschließen.

Der gleich im ersten Saisonspiel Ende August 2025 erlittene Riss des vorderen Kreuzbands im rechten Knie durchkreuzte jedoch Celias sportliche Pläne, in den höchsten Ligen anzugreifen. „Mit solch einer Verletzung kriegst du da keinen Vertrag“, sagt sie.

Daher erinnerte sich Celia Heinzer an Harald Beilschmied von den TIGERS. „Harald hatte sich bereits vor zwei, drei Jahren bei mir gemeldet.“ Im August 2025, als die Spono Eagles zu einem Vorbereitungsspiel beim VfL in der Rundsporthalle gastierten, hatten sich Celia und Harald nach der Partie unterhalten. „Er sagte, falls ich in der 1. Liga nichts finde, soll ich mich bei ihm melden.“ Und so kam es nun auch zur Einigung auf einen Zwei-Jahresvertrag.

Neben der Chance und der von Celia sehr positiv wahrgenommenen Rahmenbedingungen beim VfL, habe auch die nicht allzu große Entfernung von Waiblingen in ihre Heimat, einen weiteren Ausschlag für ihre Entscheidung zum Wechsel gegeben.

Zu den eigenen Stärken befragt, sieht die 1,83 Meter große Celia nicht nur ihre starke physische Präsenz und Torgefährlichkeit auf der Halblinksposition als Pluspunkt. „Ich denke, ich habe auch ein gutes Auge für meine Mitspielerinnen auf den anderen Rückraumpositionen und für die Kreisläuferin.“ Eine weitere Stärke besteht in ihrem kompakten Defensivverhalten. Dort spielt Celia am liebsten im wichtigen Abwehrinnenblock.

Nach ihrer schweren Verletzung befindet sich Celia auf einem guten Weg. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass ich zum Trainingsauftakt am 1. Juli wieder voll belast- und einsetzbar bin. Ich freue mich schon jetzt extrem auf die neue Herausforderung und darauf, das Team bei der Weiterentwicklung unterstützen zu können. Im Juni stehen erst noch Prüfungen an, dann wird Celia ihre Koffer packen. Eine Wohnung hat sie auch schon in Aussicht. „Das ist beruhigend“, sagt sie mit einem herzlichen Lachen. „Ich glaube nicht, dass ich auf der Straße schlafen muss.“

„Liebe Celia, schon jetzt ein herzliches Willkommen in der TIGERS-Familie. Wir wünschen dir bis zum Start in Waiblingen alles Gute und viel Erfolg für dein Comeback auf dem Spielfeld!“

Beitrag: Frank Moser