Spiel gewonnen

TIGERS starten erfolgreich ins Jahr 2026: 28:20-Heimsieg über den Rostocker HC!

2. Alsco Handball Bundesliga Frauen: VfL Waiblingen – Rostocker HC 28:20 / Starke Rückkehr von Lena Klingler

Mit einem klaren 28:20-Heimerfolg (13:10) über den Rostocker HC legten die TIGER Girls einen erfolgreichen Start ins neue Jahr hin. Zwar leistete sich der VfL Angriff eine Vielzahl von Fehlwürfen, stand dafür in der Defensive gegen personell geschwächte Gäste jedoch wieder sehr stabil. Ein starkes Comeback nach langer Verletzungspause feierte Lena Klingler: Die Rückraumspielerin der TIGERS traf nicht nur drei Mal, sondern belebte generell das Waiblinger Angriffsspiel.

Es würde „personell wild“ werden, hatte der Rostocker Coach Dominic Buttig bereits vor dem Spiel angekündigt. Verletzungs- und krankheitsbedingt traten die Dolphins so auch nur mit zehn Feldspielerinnen die lange Reise nach Waiblingen an. Das wirkte sich vor den 400 Zuschauern in der Rundsporthalle sichtbar auf das Angriffsspiel der Gäste aus. Da ging es meist nur quer, oder aber die Angriffsbemühungen scheiterten an der erneut aufmerksamen Defensive der TIGERS um den starken Mittelblock mit Kimberly Gisa und Isabel Kattner. 

Bis zum 2:2 gestalteten die Delfine das Spiel vom Ergebnis dennoch offen. Das lag aber weniger an der insgesamt recht harmlosen Offensive des RHC, sondern mehr an der unterdurchschnittlichen Chancenverwertung der TIGERS. Bis zur Waiblinger 5:3-Führung war ausschließlich Maxime Luber mit ihren Toren von Linksaußen und vom Siebenmeterstrich für den VfL erfolgreich. Da die Schiedsrichter Thomas Hörath und Timo Hofmann aus Waiblinger Sicht die Angriffe von Rostock sehr lange laufen ließen und mehrere Schrittfehler der Gäste nicht ahndeten, war es auch ein Geduldsspiel, bis der VfL jeweils wieder in Ballbesitz kam. Daraus folgte auch der eine oder andere eigene Ballverlust durch zu überhastet und ungenau vorgetragenen Angriffen der TIGERS. 

Ab dem 3:2-Zwischenstand gaben die TIGERS die Führung nicht mehr ab, konnten sich andererseits aufgrund der vergebenen Tormöglichkeiten aber auch nicht stärker absetzen. Ein belebendes Element im Waiblinger Angriff sollte Lena Klingler sein. Die nach ihrer langen Verletzungspause erstmals wieder in dieser Saison auf dem Parkett stehende Rückraumspielerin feierte mit zwei Toren aus ihren ersten beiden Abschlüssen ein tolles Comeback und glänzte auch mit mehreren Assists auf ihre Mitspielerinnen. Mit der 13:10-Führung für den Gastgeber ging es in die Pause.

Auch nach dem Seitenwechsel blieben die TIGERS in der Defensive sehr stabil und ließen fast 12 Minuten lang keinen weiteren Treffer zu. So konnte es sich der VfL leisten, weitere Chancen aus dem Spiel heraus oder vom Siebenmeterstrich auszulassen, und sich dennoch zum 18:10-Zwischenstand absetzen. Bei den TIGERS lief nun sehr viel über die Rechtsaußen Amélie Herzog oder über die beiden Kreisläuferinnen Isabel Kattner und Kimberly Gisa. Ansonsten nutzte der Waiblinger Trainer Michael Stettner die klare Führung, um auch Formationen aufs Feld zu schicken, die in dieser Konstellation selten zusammenspielen. Rostock schwächte sich auch noch durch eine direkte Rote Karte gegen Finia Wolf nach Foul an Kattner. Dennoch gelang es den Gästen von der Ostsee, den Trefferabstand bis zum Endstand von 28:20 recht konstant zu halten.

Die Torausbeute war auch ein Kritikpunkt des insgesamt jedoch zufriedenen VfL-Trainers Michael Stettner. „Mit mehr Konzentration im Abschluss hätten wir deutlich über der 30er-Tore-Marke landen müssen. Dennoch haben wir, vor allem wieder in der Abwehr, auch heute einen weiteren kleinen Schritt in der Entwicklung des Teams gesehen, finde ich.“

Für die TIGER-Girls stehen nun die beiden Auswärtsspiele in Bremen (10. Januar) und in Kirchhof (17. Januar) an. Werder Bremen hat nach schwerem Saisonstart mittlerweile einen Lauf, daher erwartet den VfL dort eine sehr schwierige Aufgabe.

VfL Waiblingen: Sarah Nørregaard Thomsen, Laura Hoke; Romy Allgaier, Isabel Toth (2), Isabel Kattner (3), Lena Klingler (3), Samira Brand, Kimberly Gisa (2), Cosima Würdinger (2), Maxime Luber (7/3), Amélie Herzog (7/3), Laura Nagy (2), Maren Keil, Lara Eckhardt.

Rostocker HC: Kiana Zidorn, Ylva-Elin Tants; Jessy Jonas, Merja Wohlfeil (1), Marie Grabowski, Lidia Halawczak (4), Finia Wolf (2), Patryca Drewnik (10/7), Lucia Strack, Neele Konarske, Jette Köppen (1), Megan Pieth (2).

Bericht: Frank Moser
Bilder: Heiko Potthoff | www.starkebilder.de